Zottiger Bienenkäfer in Bretten

Obwohl er nur etwa eineinhalb Zentimeter groß ist, kann der Zottige Bienenkäfer (Trichodes alvearius) kaum übersehen werden. Das liegt an seiner leuchtend orangeroten Färbung mit drei breiten, blauschwarzen Querbinden. Vor allem auf großen,weißen Blüten ist er leicht zu erkennen.Doch wie ist er zu seinem Namen „Bienen“käfer gekommen? Und was hat er mit Bienen zu tun?
Dieser Käfer ist ein Brutparasit. Das Weibchen kann keine eigenen Brutnester anlegen. Es ist deshalb darauf angewiesen, seine Eier in die Brutzellen von Wildbienen, vor allem bei der Gehörnten Mauerbiene, zu legen. Die aus den Eiern schlüpfenden Larven sind himbeerrot und hell behaart. Sie ähneln einer Raupe. In den Nestern der Wildbienen ernähren sie sich von deren Eiern, Larven und Puppen .
Da die Entwicklung des Zottigen Bienenkäfers vom Ei bis zum fertigen Käfer bis zu fünf Jahre dauern kann, dürfen Brutzellen, aus denen auch nach länger als einem Jahr keine Bienen geschlüpft sind, nicht geöffnet oder gereinigt werden. Der Zottige Bienenkäfer besucht die Blüten von etwa zwei Dutzend Pflanzenarten. Dort frisst er Blütenstaub und Nektar und erbeutet kleine Insekten. Besonders gerne besucht er weiße Doldenblütler wie die Wilde Möhre oder dem Wiesen-Kerbel.
Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist der seltene und gefährdete Zottige Bienenkäfer besonders geschützt. Deshalb hat der BUND Schutzmaßnahmen für diesen Käfer durchgeführt. Dazu gehören die gezielte Förderung bestimmter Wildbienenarten und die Bereitstellung der erforderlichen Futterpflanzen. Wie erfolgreich diese Maßnahme ist, zeigt sich daran, dass sich auch verwandte Arten dieses Käfers angesiedelt haben. Wildbienenschutz ist die Voraussetzung für das Überleben zahlreicher Wildbienenparasiten. Diese gelten, wie alle Parasiten, als „Motoren“ der Evolution. Sie tragen zur Biodiversität, also zur Vielfalt der Arten, bei. Der BUND bittet deshalb darum, Parasiten an Wildbienennisthilfen am Leben zu lassen.













